Montag, 16. Oktober 2017

Habemus Kurz!



Na also!


Wahlergebnis 15.10.2017
Österreich, das kleine, liebe feine Zwergerl, welches sich immer noch in höchsten kosmopolitischen Sphären wähnt – vor allem in Linkskreisen- hat gewählt und bei einem Ergebnis von 31,4 Prozent Türkis und 26,3 % Blau wähnt sich nun genau jene rotgrüne Sphäre in Weltuntergangsstimmung – zumindest in Alpenrepubliksuntergangsstimmung- und wird vermutlich wieder eine ähnliche Maschinerie in Gang setzen, wie vor etlichen Jahren, als ebenfalls eine freiheitliche Gott sei bei uns Regierungsbeteiligung über uns hereingefallen ist.

Linke Anti FPÖ Demonstrierer

Erste Motoren dieser international gut vernetzten Maschinerie konnten ja bereits gestern abend vor dem Kanzleramt aufgefahren werden. Und irgendwie sind sie ja auch recht niedlich, die kleinen Berufsdemonstrierer, die vorwiegend noch bei Mama  wohnen und keine Hetz (=Gaudi) auslassen, um verbissen und bis aufs Blut gegen Hetzer vorzugehen.
UHBP Alexander van der Bellen wird also nun nichts anderes übrig bleiben, als  - wenn auch mit sicher eindringlich mahnenden Worten und seinen gelblichen Zähnen knirschend- Sebastian Kurz mit der Regierungsbildung zu beauftragen. Dieser UHBP, dessen eigene Wahl noch nicht lange zurückliegt und dessen von ihm damals und jetzt erst recht völlig unabhängige Partei dank Lunacek, Pilz und anderen grünlichen Schicksalsschlägen so gut wie sicher nicht ins Parlament einziehen wird – ein echter Segen für unser Land.
Aber - ja, und das ist weniger erfreulich, der Giftpilz wird sozusagen als permanenter Eurofighter- und sonstiger Ausschuß(!) in eben dieses Parlament einziehen, und es wird wohl noch ein paar Legislaturperioden dauern, bis Herr und Frau Österreicher kapieren, daß man nun halt bloß grün gegen giftgrün ersetzt hat.
Sei’s drum, bei allen Reaktionen stößt mir vor allem eines sauer auf:
Es gab eine Wahlbeteiligung von fast 80 % .
57,7 %
davon haben diesmal nicht links gewählt, indem sie entweder ÖVP (31,4%) oder FPÖ (26,3%) gewählt haben.
Und nun will man uns einreden, in Österreich gäbe es einen Rechtsruck oder Rechtsrutsch, wie Christian Kern gestern abend vollmundig kolportiert hat.
Das ist so schlichtweg falsch!
Man hat es in Österreich einfach satt gehabt, weiter einer linken (Meinungs)Diktatur ausgeliefert zu sein, die den Österreichern in sämtliche Bereiche des Lebens hineinregiert.
Österreich ist nicht nach rechts gerutscht, Österreich hat sich lediglich mittels Türkis aus der linken Ecke wieder in die Mitte gewählt.
Daß die FPÖ kräftige Zugewinne erzielen konnte, mag für das linke Lager bitter sein, aber ähnlich wie seinerzeit unter Schüssel und Riess Passer, wird es auch diesmal keinerlei Nazi Aufmärsche oder Ähnliches geben – sehr wohl aber werden wie damals wieder Donnerstagsdemos und dergleichen zeigen, welch ein sonderbares Demokratieverständnis Links wirklich hat:

Demokratie ist nur gut, solange sie linksorientiert ist.

Wenn ich mir die Reaktionen der (internationalen)Linken auf das österreichische Wahlergebnis anschaue, habe ich schwer den Verdacht, daß sich so mancher Paradedemokrat momentan eher nach einer soliden linken Diktatur sehnt, wo alles fein geregelt nach Plan und Wunsch abläuft und ohne jegliche Bevölkerungsbeteiligung, denn das Volk ist ja ohnehin zu dumm, richtig links zu wählen.
Grün ist out und Rot konnte vermutlich lediglich dank massiver Einbürgerungen der vergangenen Jahre (v. a. im rotgrünen Wien)  gerade noch die Kurve kratzen.
Ich weiß ja nicht, was man sich an den Schalthebeln der EU vorstellt, wie es mit diesem Europa weitergehen soll, aber das kleine feine Österreich hat immerhin wieder einmal aufgemuckt und gezeigt, daß man mit der Wahl von Sebastian Kurz auf  einen proeuropäischen Politiker der Mitte gesetzt hat, der aber auch für Österreich eintritt und nicht bloß als Anhängsel einer unseligen Allianz Merkel- Makron (oder Merkel und wer sonst noch halt) zu allem Ja und Amen sagen wird, wie das bisher bei sämtlichen österreichischen Regierungen der Fall war.
Und gerade die FPÖ könnte dafür sorgen, daß dieser Ansporn von Sebastian Kurz auch ein solcher bleibt.


1 Kommentar: